Die Wiedervereinigung Deutschlands

Eines der wichtigsten Ereignisse der Deutschen Geschichte ist die Wiedervereinigung Deutschlands. Nicht umsonst wird diesem Ereignis ein eigener Feiertag gewidmet – der Tag der Deutschen Einheit. Gerade die jüngere Generation sieht ein vereintes Deutschland als Selbstverständlichkeit, doch dies war nicht immer so.

Vom verlorenen Krieg bis zur Trennung Deutschlands

Nachdem Deutschland unter Hitler im zweiten Weltkrieg kapitulierte und damit wiederholt einen angefangenen Weltkrieg verlor, lag die Zukunft Deutschlands nun in den Händen der Siegermächte: Sowjetische Union, USA, Frankreich und Großbritannien. Da Lehren aus der Vergangenheit gezogen wurden und ein Wiedererstarken Deutschlands, so wie es der Versailler Vertrag nach dem ersten Weltkrieg ermöglichte, verhindert werden sollte, entschieden sich die Siegermächte auf der Potsdamer Konferenz 1945 zur Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen. Dabei erhielt jede Siegermacht eine bestimmte Zone und Berlin selbst wurde ebenfalls in vier Zonen geteilt.

Unstimmigkeiten über die Deutschlandpolitik ließen letztendlich zwei unterschiedliche “Blöcke” entstehen: Auf der westlichen Seite die zusammengefassten und kapitalistisch geprägten Zonen der USA, Frankreich und Großbritannien und auf der östlichen Seite die vom Kommunismus geprägte Zone der Sowjetunion. Mit der westdeutschen Staatsgründung der Bundesrepublik Deutschland inklusive der Verkündigung des Grundgesetzes am 23.5.1949 als “Geburtsurkunde“, folgte die ostdeutsche Staatsgründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Zwei unvereinbare Systeme standen sich gegenüber: Kapitalismus vs. Kommunismus und Soziale Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft. Durch den Bau der Berliner Mauer 1961 grenzte sich die DDR endgültig ab – eine Wiedervereinigung Deutschlands schien utopisch.

Mauerfall und Wiedervereinigung Deutschlands

1989 – Die Unzufriedenheit der DDR-Bürger schien ihr Maximum erreicht zu haben und äußerte sich in Fluchtwellen in den Westen und Massendemonstrationen. Diktaturähnliche Zustände unter der Führung der SED und ständige Kontrolle und Beobachtung durch die Stasi, führten schon in den Jahren zuvor zu Fluchtversuchen.

09.11.1989 – Dieser Tag sollte einen Wendepunkt in der Geschichte darstellen. Bei der Übertragung einer Pressekonferenz im DDR-Fernsehen, verkündete Günther Schabowski, dass es für die DDR-Bürger in Zukunft möglich sei, Reisen in den Westen durchzuführen und sagte, dass dieser Beschluss ab sofort gelte, obwohl dieser erst später in Kraft treten sollte.

Das hatte zur Folge, dass tausende Menschen zu den Grenzübergängen gingen und schließlich durch die Maueröffnung der berühmte Fall der Berliner Mauer erfolgte. Es kam zur Wiedervereinigung der BRD- und DDR-Bürger, wenn auch noch nicht offiziell.

Die offizielle Wiedervereinigung Deutschlands erfolgte am 03.10.1990 – dem Tag der Deutschen Einheit – durch die Übernahme des Grundgesetzes in die “neuen” Länder.
Bereits drei Monate zuvor erfolgte die Einführung der Deutschen Mark in der DDR.

Die Deutsche Wiedervereinigung brachte weitere Veränderungen mit sich. Das System der BRD wurde komplett übernommen, die Betriebe der DDR waren nicht wettbewerbsfähig, was in einer hohen Arbeitslosenzahl mündete und zu unerfüllten Hoffnungen auf Besserung führte. Mit der Wiedervereinigung wurde auch der Sitz des Bundestages von Bonn nach Berlin gelegt, als Symbol der Einheit, doch die innere Einheit ist teilweise heute noch nicht erreicht.

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